Wobei Ihnen diese Hilfe nützt
Fachbegriffe im Überblick erklären die im Alltag benötigten Begriffe mit Beispiel und klarer Abgrenzung.
So nutzen Sie diese Hilfe
Lesen Sie die Schritte und nutzen Sie das passende Arbeitsblatt oder Werkzeug direkt auf dieser Seite. Das Inhaltsverzeichnis führt Sie zum gewünschten Abschnitt.
- Lesen Sie die Erklärung zusammen mit ihrem Anwendungsfall.
- Unterscheiden Sie eine Bezeichnung von einer Erlaubnis oder Qualifikation.
- Klären Sie die für Ihren Fall maßgebliche Definition oder Originalregel.
Vorlagen und Downloads
Wählen Sie die passende Fassung und speichern Sie vor dem Bearbeiten eine eigene Kopie.
- Textvorlage herunterladen TXTIn einem Texteditor oder Textprogramm öffnen, Platzhalter durch eigene Angaben ersetzen und unter einem eigenen Namen speichern.
Kurzantwort
Für Mitglieder
Was ist eine Trägergemeinschaft, und warum ist ein Foto im Vereinsbesitz nicht automatisch frei verwendbar?
Ein neues Mitglied fragt nach einem unbekannten Begriff. Die zuständige Person erläutert ihn am konkreten Ablauf und ergänzt bei Bedarf den örtlichen Sprachgebrauch.
Für Vorstand und Organisation
Ein gemeinsames Vokabular erleichtert Weitergabe, Förderbeschreibungen und Zusammenarbeit mit Archiven.
Brauch
Ein Brauch ist eine gemeinschaftlich gepflegte, wiederkehrende kulturelle Praxis. Beschreibung und Bedeutung werden am konkreten Ort und Zeitraum festgemacht.
Beispiel: Für einen örtlichen Umzug werden Ablauf und Rolle der Beteiligten dokumentiert.
Abgrenzung: Wiederholung allein beweist kein unverändertes Alter oder eine überall gleiche Regel.
Quelle: Lokale Varianten im Regionalbeispiel
Immaterielles Kulturerbe
Im Mittelpunkt stehen lebendige kulturelle Praktiken, Wissen und Können sowie ihre Weitergabe. Das Bundesweite Verzeichnis und internationale UNESCO-Listen sind verschiedene Verfahren.
Beispiel: Ein Verein dokumentiert die Weitergabe eines Handwerks und prüft, ob es bereits ein passendes Verzeichniselement gibt.
Abgrenzung: Ein eigener Vereinsname oder ein altes Objekt ist nicht automatisch ein anerkannter Eintrag.
Quelle: Aufnahmeverfahren und internationale Listen
Trägergemeinschaft
Eine Trägergemeinschaft sind die Menschen bzw. Gruppen, die eine Kulturform praktizieren und weitergeben. Sie kann Vorschläge im offiziellen Aufnahmeverfahren einbringen.
Beispiel: Mehrere örtliche Gruppen arbeiten an der Beschreibung einer gelebten Praxis.
Abgrenzung: Eine Trägergemeinschaft ist nicht zwingend identisch mit einem einzelnen eingetragenen Verein.
Quelle: Praktizierende zivilgesellschaftliche Gruppen
Tracht
Tracht bezeichnet regional und anlassbezogen geprägte Kleidungsformen. Formen und Verwendung können sich zeitlich verändern; örtliche und historische Unterschiede sind zu benennen.
Beispiel: Eine Funduskarte unterscheidet Festtags- und Werktagskleidung mit Herkunftsnachweis.
Abgrenzung: Ein beliebiges Bühnenkostüm ist nicht ohne Beleg eine historische örtliche Tracht.
Quelle: Beständiger Wandel, örtliche Unterschiede und Kleidungsanlässe
Depositum
Bei einem Depositum wird Archivgut nach einer Vereinbarung verwahrt, ohne dass damit notwendigerweise das Eigentum wie bei einer Schenkung übergeht. Nutzungsrechte sind gesondert zu klären.
Beispiel: Eine Familie überlässt Unterlagen zur Verwahrung; die konkrete Vereinbarung regelt Rückgabe und Nutzung.
Abgrenzung: Die Übergabe des Originals ist keine automatische Foto-, Interview- oder Veröffentlichungserlaubnis.
Weitergabe
Weitergabe verbindet das Erlernen und Erklären einer lebendigen Praxis mit ihrer fortlaufenden Ausübung. Das bloße Ablegen einer Datei ersetzt diesen Lernprozess nicht.
Beispiel und Abgrenzung: Ein erfahrenes Mitglied zeigt einen Arbeitsschritt und bespricht mit neuen Beteiligten dessen Bedeutung.
Quelle: Bund Heimat und Umwelt: Deutsches Forum Immaterielles Kulturerbe
Register Guter Praxisbeispiele
Das Register Guter Praxisbeispiele ist Teil des Bundesweiten Verzeichnisses und betrifft Modellprogramme zur Erhaltung immateriellen Kulturerbes. Es ist vom Eintrag einer Kulturform zu unterscheiden.
Beispiel und Abgrenzung: Ein Verein prüft zuerst, ob er eine Kulturform oder ein Erhaltungsmodell beschreibt; eine eigene gelungene Veranstaltung ist noch kein offizieller Registereintrag.
Quelle: Deutsche UNESCO-Kommission: Immaterielles Kulturerbe werden
Internationale UNESCO-Liste
Internationale UNESCO-Listen haben ein gesondertes staatliches Nominierungs- und Auswahlverfahren. Eine Eintragung im Bundesweiten Verzeichnis ist nicht bereits die internationale Aufnahme.
Beispiel und Abgrenzung: Der Vorstand nennt die nachgewiesene tatsächliche Verzeichnisstufe präzise, statt allgemein UNESCO-anerkannt zu behaupten.
Quelle: Deutsche UNESCO-Kommission: Immaterielles Kulturerbe werden
Original und Digitalisat
Das Original ist das tatsächlich übernommene Ausgangsdokument oder Objekt. Ein Digitalisat ist seine digitale Abbildung. Eigentum und Rechte am Inhalt sind damit noch nicht geklärt.
Beispiel und Abgrenzung: Eine gescannte Festschrift erhält einen Verweis auf das verwahrte Original und einen eigenen Rechtevermerk.
Quelle: Hessische Archivberatung: Deposital- und Schenkungsverträge
Schenkung, Eigentum und Nutzungsrecht
Bei einer Schenkung kann Eigentum am übergebenen Archivgut auf den Empfänger übergehen. Urheberrechtliche Nutzung und Veröffentlichung sind eigenständige Fragen, die der Geber nur im Umfang seiner eigenen Rechte regeln kann.
Beispiel und Abgrenzung: Die Familie schenkt Fotos; der Verein prüft zusätzlich Fotografenrechte und erlaubte Nutzung, statt jede Aufnahme sofort zu veröffentlichen.
Quelle: Hessische Archivberatung: Deposital- und Schenkungsverträge
Arbeitsmittel
Ausfüllbare HTML-Arbeitshilfe · Bearbeitbare TextvorlageGrenzen
Beachten Sie bei regionalen Begriffen die Bedeutung und Zuständigkeiten vor Ort.
Brauch – brauchtumsvereine
Beispiel: Für einen örtlichen Umzug werden Ablauf und Rolle der Beteiligten dokumentiert.
Quelle: Lokale Varianten im Regionalbeispiel
Immaterielles Kulturerbe – brauchtumsvereine
Quelle: Aufnahmeverfahren und internationale Listen
Trägergemeinschaft – brauchtumsvereine
Beispiel: Mehrere örtliche Gruppen arbeiten an der Beschreibung einer gelebten Praxis.
Quelle: Praktizierende zivilgesellschaftliche Gruppen
Tracht – brauchtumsvereine
Quelle: Beständiger Wandel, örtliche Unterschiede und Kleidungsanlässe
Depositum – brauchtumsvereine
Gesetze und öffentliche Stellen
Stand: Oktober 2026